Icebucketchallenge: Warum ich mir kein Eiswasser über den Kopf schütte

Ich bin inzwischen auch nominiert worden und noch trocken. Da muss man sich auf Facebook schon mal die Frage nach dem Warum gefallen lassen. Gerade wenn’s um ne gute Sache geht.

Die Aktion ist natürlich toll. Tosenden Applaus für die Urheber. Eine nahezu unbekannte Krankheit ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit rücken, ein hochvirales Video-Schneeballsystem anschieben, das selbst ein so schweres Thema zu einem großen Spaß macht und dann ganz nebenbei Millionen an Geldern zusammen trommeln. Besser kann es nicht laufen. Diese Idee hat ganze Heerscharen neuer Spender auf den Plan gerufen, von denen einige bisher noch nicht mal ihrem Nachbarn eine heisse Suppe ausgegeben hätten. Das klingt zynisch, ist es aber nicht. Es ist mir wirklich vollkommen egal, warum Menschen gute Dinge tun, Hauptsache sie tun sie.

Warum also Spielverderber sein und nix spenden, nix filmen, nix nass werden?

Der Grund ist, ich bin schon verheiratet. Ich habe mich vor vielen Jahren an Hilfsprojekte gehängt, die mir aus persönlichen Gründen am Herzen liegen. Von denen ich glaube, dass ich sie hinreichend  verstanden habe. Die für mich an erster Stelle stehen, weil es mir das Herz bricht, wenn ich untätig bliebe. Die nach meinem ganz eigenen Empfinden das Beste für die Welt sind.

Trotzdem. Man kann doch mal bei einer „IceBucketChallenge“ mitmischen, auch wenn man sonst andere Prioritäten setzt? Das stimmt. Aber was, wenn ALS Forschung (und um die geht es ja bei der Aktion) ein sensibles Herzmitte-Thema torpediert? Nach allem was ich weiß, was ich gelesen, gehört und gelernt habe, legt die ALS Forschung eine beschämende Statistik in Sachen Tierversuche vor. Ich bin kein Mediziner, aber ich kann lesen. Und in den letzten zehn Jahren haben es nur ein paar ganz wenige Medikamente geschafft überhaupt für klinische Studien an ALS Patienten zugelassen zu werden – nachdem tausende Affen, Katzen, Mäuse und andere Tiere dafür unter endlosen Schmerzen ihr Leben lassen mussten. Von diesen etwa zwölf zugelassenen Experimenten hat, laut dem was die Presse hergibt, nur ein einziges zu leichten Verbesserungen an ALS Patienten geführt. Ein bescheidener Schnitt, wenn man bedenkt, dass laut der amerikanischen  Arzneimittelzulassungsbehörde deutlich über 90% aller Medikamente, die zuvor an Tieren getestet wurden, nicht mal an Menschen ausprobiert werden. Das ist sehr schade, denn bezahlbare, zeitsparende und vor allem tierversuchsfreie Alternativen gäbe es. Wer sich die Mühe machen möchte und bei google „in vitro“ eingibt, wird schnell fündig. Eine Leserin hat mir vorgeworfen, ich würde das unsägliche Leid der Patienten außer Acht lassen. Das tue ich nicht. Aber ist das der richtige Weg? Leid mit Leid zu bekämpfen? Mit solch ernüchternden Ergebnissen? Erfolge im deutlich einstelligen Prozentbereich – über den Zeitraum mehrerer Jahrzehnte? Mit dieser Quote wäre jede andere Firma im freien Markt baden gegangen. Ein Leser schrieb mir daraufhin, in der  Forschung und Medizin müsse man andere Erfolgsmaßstäbe ansetzen. Das sei kein Geschäft. Ich will nicht anmaßend klingen, aber genau das ist es. Ein Geschäft. Wohl eines der lukrativsten auf der Welt.

Das ist meine ganz persönliche Sicht auf diese Sache. Der Einsatz von Tierversuchen für medizinische Zwecke ist umstritten. Beide Seiten haben ihre Argumente. Jeder handhabt das so, wie er oder sie möchte.

Also erlaubt mir, auch ohne Eiswasser ein anständiger Erdenbürger zu sein. Und wo sich Helene Fischer, Basti Schweinsteiger und Matthias Schweighöfer gegenseitig die Bälle zuspielen und Wladimir Putin bestimmt bald Barack Obama und Angela Merkel nominiert, gibt es eigentlich nichts, was dem noch hin zu zufügen wäre.

Mehr Infos zur #als #icebucketchallenge bei Wikidedia 

56 thoughts on “Icebucketchallenge: Warum ich mir kein Eiswasser über den Kopf schütte

  1. Der Artikel ist zwar schon älter, dennoch sehr interessant. Die Meinungen zu dieser ganzen Aktion waren ja doch von Anfang an sehr geteilt, wobei viele auch die ganzen Hintergründe garnicht verstanden haben und dennoch mitgemacht haben.

  2. Pingback: Eiswasserquatsch
  3. Guter Beitrag! Aber: Es gibt Tierversuche und Tierversuche! Ich bin sofort dabei, wenn es darum geht, Tierversuche zu verhindern, die unnötig sind, deren Übertragbarkeit auf den Menschen zweifelhaft ist, deren Erkenntnisgewinn gering ist usw. Aber es gibt auch solche, für die es keine Alternative gibt. ALS ist eine neurodegenerative Erkrankung. Sie betrifft also das Zentralnervensystem sowie das periphere Nervensystem, das die Muskulatur innerviert. Da kommt man mit Zellkulturen, computergestützten Simulationen und was es nicht alles gibt nicht sehr weit. Man kann hier tatsächlich nur weiter kommen, wenn man an lebenden Objekt arbeitet – so leid einem das auch tut. Und dann erhebt sich die Frage, was ethischer ist: Versuche am Tier – oder am Patienten? Und, wenn an beiden nicht – verzichtet man dann auf Forschung mit dem Ziel einer Therapie? Sollen ALS-Patienten das Schicksal eines Stephen Hawking hinnehmen, nur weil man meint, dass man kein Tier „opfern“ darf? Ist das dann ethischer? Und dann darf noch ein Aspekt nicht vergessen werden: Man versucht in der Regel, das Leid der Tiere so gering wie möglich zu halten! So geht es in Tierversuchsanstalten nicht weniger professionell zu als in den OPs von Krankenhäusern. Man macht es sich zu einfach, wenn man pauschalisiert. Aber das ist eine etwas längere Geschichte…

  4. Hallo zusammen,
    Auch ich wurde nominiert und wäre heute fällig für das kalte nass. Allerdings habe auch ich auf der Seite der ALSA gelesen, dass die Forschung an Tieren durchgeführt wird. Ich lebe seit Jahren vegetarisch und spende monatlich an den Tierschutz, deshalb bin ich nicht bereit an diese Organisation zu spenden. Kennt den vllt jemand eine Organisation die bereits betroffenen ALS Patienten hilft um der Sache der Nominierung treu zu bleiben und in jeder Hinsicht wirklich etwas gutes mit der Spende tut?

  5. Guten Tag, ich hab via FB Ihren Artikel gelesen und stimme dem zu 100% zu. Ich, als Behinderte, erlebe es oft, dass Leute im guten Glauben etwas tun, dabei aber nicht die Konsequenzen ihres Tuns hinterfragen. Schlimmer noch, sie tun es, um ihr Gewissen zu beruhigen. Sie sehen nicht über den Tellerrand hinaus. Sie glauben, dass Spenden (egal wohin), das Leben der Betroffenen erleichtern würden. Doch die Realität erzählt andere Geschichten.

    Ich möchte sehr gerne auf diesen Artikel hinweisen, der vielleicht noch einen anderen Blickwinkel dieser Aktion aufzeigt.

    http://meinaugenschmaus.blogspot.de/2014/08/icebucketchallenge-wenn-das-hirn-auf.html

    Vielen Dank!

  6. Danke!!!! Dafür, dass es Menschen wie Dich gibt! Selber denken und vor allem hinterfragen – wer tut das denn heutzutage noch?? Oder besser gesagt, wer kann und will das eigentlich?? Nur so wird es doch der Industrie erst möglich gemacht uns allesamt zu manipulieren!!! „Leid mit Leid zu bekämpfen“ kann nicht der richtige Weg sein. Es gibt immer eine Alternative, man muss nur wollen!!

    • Zum Glück beleuchtet das der eine oder andere mal aus der moralischen Sicht. Ich finde auch, das darf einfach nicht mehr geduldet werden. Aber wer wird der Pharma-/Kosmetiklobby auf die Füße treten wollen? Ich befürchte, dass wir uns gar nicht vorstellen können, für was für unnützen Kram die armen Kreaturen noch alles gequält werden. Und gar nicht vorstellen mag ich mir, was zu diesem Thema in anderen Ländern und Kontinenten vorgeht, wo z.B. noch Wildtiere umgebracht werden, damit die Idioten vermeintlich noch mehr Manneskraft erhalten…..
      Der Mensch ist der größte Schädling unserer Erde – noch unnützer und schlechter als Zecken!

  7. Ich kann nur DANKE sagen für deine Entscheidung! Ich wusste bis gestern noch nichts über die Tierversuche in der Hinsicht, wurde auch noch nicht nominiert. Aber wenn mich jemand nominieren sollte, dann gibt es ein Video inkl. Spende von mir – an eine Tierschutzorganisation.

  8. Vielen Dank für Deinen Artikel ! Du sprichst mir aus vollem Herzen !
    Habe mein Herzblut auch an andere Organisationen verschenkt
    und das mit den Tierversuchen ist eine riesen Sauerei !
    liebe Grüße von Rüdiger

  9. Hallo Florian, ich kann Deine Sicht zum Thema Forschung und Tierversuche vollkommen nachvollziehen. Und trotzdem, wie Du auch schreibst, hat diese simple Spiel so viel Aufmerksamkeit geschaffen. Ich respektiere Deine Einstellung, möchte aber trotzdem anregen eine weitere Sicht darauf zu bekommen. Die Ice Bucket Challenge wurde dafür gemacht, um auf ALS aufmerksam zu machen, das ist richtig und es ist eine sehr schlimme Krankheit. Ich denke die Aufgabe dieser Challenge ist auch dank der Medien hinreichend erfolgt. Ich persönlich habe diese Challenge als Anlass genommen, um auf andere Projekte aufmerksam zu machen (Wir haben eine Suchmaschine für soziale Projekte ins Leben gerufen, um Projekten in der eigenen und direkten Umgebung die Chance zu geben, sich zu präsentieren).

    Die Welle rollt noch, da kann man meine ich die Energie dazu gebrauchen, auf andere Themen aufmerksam zu machen. Im übrigen tust Du das mit Deinem Statement. Dein Herzblut liegt darin, etwas gegen Tierversuche zu tun und das ist ebenfalls wichtig, denn wie Du schreibst, kann es nicht sein einem Lebewesen Leid zuzufügen, damit ein anderes Lebewesen vielleicht weniger leiden muss. Da gibt es bestimmt andere Wege, ohne Tierversuche und ohne das Leid von z. B. ALS Patienten zu ignorieren. Man muss sich also nicht einen Eimer Wasser über den Kopf schütten, um auf etwas aufmerksam zu machen. Nur sollte man die Energie dieser Challenge auch nicht einfach verpuffen lassen, wie es andere machen. So unter dem Motto, da mach ich nicht mit, weil ich nicht wie alle sein will. Das ist schade und bremst etwas echt gutes, das bei vielen Menschen ein Bewusstsein schafft, das es anderen nicht so gut geht, wie Ihnen und man als einzelner etwas tun kann. Wie lange das in dieser reizüberfluteten Welt anhält, ist die Frage. Viele Grüße

  10. hallo liebe Leser und Besucher auf florianweiss.de,
    Ihr habt mich vollkommen überrascht mit überwältigender Resonanz auf ein komplexes und kontroverses Thema. Ich hätte nie und nimmer gedacht, dass eine persönliche Meinung eine solche Diskussion los tritt. Aber ich freue mich sehr darüber und werde, sobald ich kann, versuchen auf jeden Eurer Kommentare ein zu gehen. Bis dahin bedanke ich mich für Euer Interesse und Eure Zeit. Egal wie IHR zu diesem Thema steht… Ihr setzt Euch damit auseinander. Das macht Hoffnung. Denn meist werden kritische Fragen bei solchen Aktionen gerne im Spaßtaumel „weg-ge-ice-bucked“. Danke. Euer Florian.

  11. Ihr könnt noch so viele Tiere unnötig quälen, wahrscheinlich wird sich an der unbefriedigenden Situation eh nichts ändern, mir tun die Leute die erkrankt sind auch leid, aber auch die abertausenden Tiere die ihr Lebenuunfreiwilligddafür hergaben. Ich stelle nicht das Leben eines Tieresubüber das eines Menschen und umgekehrt. jede Kreatur hat ein Herz das schlagen soll. Da sich hier alle mit kaltem Wasser überschütten und viele sich selber feiern möchte ich die ansprechen die ihr Tier als vollwertiges Familienmitglied ansehen. Nur solche Menschen können das verstehen wenn ein Tier aus der Mitte gerissen wird, es ist wie ein Kind zu verlieren. Legt nicht alles auf die Goldwaage, man kann für so vieles einstehen und Spenden. Es gibt so viel gute und auch falsche Menschen, aber keine falschen Tiere. Daher gebe ich mein Geld lieber an die Tierrettung. Jeder soll spenden wofür er möchte, Hauptsache man tut es von Herzen und nicht um bei Facebook groß rauszukommen.

  12. Die einzige Frage die sich hier stellt und das obwohl der Gute bestimmt Recht hat ist, würden wir auch so denken wenn es unsere eigenen Eltern, Geschwister, Partner oder gar Kinder betreffen würde? Als Nichtbetroffene stimme ich Herrn Weiss absolut zu, die Situation würde sich aber schlagartig ändern, wären meine Lieben betroffen. Medizinischer Fortschritt bedeutet leider immer unendliches Leid, sei es Mensch (z.B. Kriege) oder Tiere. Gerecht ist leider nichts und von der Kapitalgier des Weltapparates mal ganz abgesehen …. Leider ….

  13. Tierversuche sind nicht nur grausam, sie erfüllen nichtmal einen höheren Zweck: Symptome werden künstlich erzeugt, die aussehen, als seien sie echt. Das hat aber mit der eigentlichen Krankheit nichts zu tun.
    Für viele Krankheiten interessieren sich tierische Körper nicht. Andersrum wirken beim Menschen manche Medikamente heilend bzw. lindernd, die bei Tieren toxisch wirken. Ich las heute wieder, dass es aussagekräftiger sei eine Münze zu werden.

    Tierversuche haben einfach keine Aussagekraft über die Wirkung beim Menschen.

  14. Mir gefällt dein Kommentar prinzipiell auch. Ich finde es gut, dass eine eher seltene Krankheit Gehör findet, aber auch ich würde mich nicht einreihen wollen bei den Nominierten, da ich denke dass es genug andere Krankheiten gibt bei denen einfach viel mehr Menschen betroffen sind ungefähr ich gerne selber
    entscheidende ob, wann und wofür ich
    mein Geld spende. Und im Gegensatz zu vielen anderen bin ich mir durchaus bewusst dass medizinische Forschung finanziell zu unterstützen (egal ob es um Medikamente oder um die Grundlagen Forschung geht) auch heißt Tierversuche in kauf zu nehmen, aber leider geht es noch nicht ohne. Die „in vitro“ versuche sind keine Alternative um Tierversuche komplett abzuschaffen. Sie sind lediglich der Anfang der Forschung, da man aufgrund der unterschiedlichen Zell- und Gewebearten (sprich Zellen die mit einander agieren und kommunizieren) schnell an die Grenzen der invitro Forschung gelangt. Wie sich eine zb. vererbbare Erkrankung im Gesamtssystem des betroffenen Organs oder des gesamten Körpers auswirkt sieht man auch nur im betroffenen Organ. Und in der Grundlagen Forschung (Pharma kenn ich mich nicht aus) ist es zumindest so, dass man, bevor man mit Säugetieren experimentieren darf immer erst in vitro Ergebnisse vorzuzeigen muss und zeigen und begründen muss warum man nun damit nicht weiterarbeiten kann. Das sind seitenlange Tierversuchsanträge in denen alles was man vor hat genau beschreiben muss, bevor man auch nur ein Tier anfassen darf…

    • Achso, und grade die Grundlagen Forschung ist sicher kein Geschäft. Da ist man froh wenn man sich durch Drittelmittelanträge wieder ein Jahr selbst finanzieren kann. Die meisten hangeln sich von Jahresvertrag zu Jahresvertrag ihr komplettes Berufsleben…

  15. Den Betroffenen muss man helfen und daher finde ich es eine absolut tolle Idee ueber diese Art in unserer abgestumpften Welt auf solche Dinge aufmerksam zu machen und Spendenbereitschaft hervorzurufen. Auch ich bin gegen Tierversuche, aber schon mal auf die Idee gekommen, dass Tierversuche vermieden werden koennen, wenn die Forschung mehr Geld zur Verfuegung hat? Zudem muss man die Spende nicht der Forschung zur Verfuegung stellen.

  16. Ich verstehe Deine Argumente voll und ganz. Allerdings denke ich dann, damit Du konsequent bleibst, dass Du bitte kein, und damit meine ich auch, kein einziges Medikament zu Dir nehmen solltest: Nicht wenn es Dir schlecht geht mit Kopfschmerzen oder wenn Du mal bei einer OP betäubt werden sollst. Nicht mal wenn eine Chemo das einzige ist was dir hilft.

    Leid sollte man nicht mit Leid bekämpfen. Richtig. Und ehrenhaft. Also sei ehrenhaft und leide. Ohne Medikamente.

    Oder nimmst Du nur Medikamente, die zwar an Tieren getestet wurden, welche aber eine höhere Erfolgswarscheinlichkeit hatten ein bestimmtes Leid zu lindern? Du sprichst von einem Geschäft. Und selbst rechnest du wie ein Geschäftsmann. Ich verstehe Deine Argumente. Dein für und Dein gegen. Und wenn es tierfreie Alternativen gibt.. Los! Nutzt sie! Aber wenn man eine 43 jährige Frau, die nichts mehr konnte ausser mit ihren Augen zu blinzeln gepflegt hat dann wirken diese Argumente zu schwach und alles andere als plausibel.

  17. Eine sehr gute Einstellung haben Sie, ich wünschte mehr Leute würden so denken wie Sie und auch in der Öffentlichkeit dazu stehen. Danke dafür!
    MfG, Frank

  18. Eine zusätzliche Info. Ich gehe davon aus, dass die Zahlen stimmen:

    http://worldtruth.tv/als-ice-bucket-challenge-do-you-know-what-you-are-supporting/

    „We pulled up their 2013 tax returns to take a closer look at how their funds are spent. Here are the salaries for the leadership of the group:

    Jane H. Gilbert – President and CEO – $339,475.00
    Daniel M. Reznikov – Chief Financial Officer – $201,260.00
    Steve Gibson – Chief Public Policy Officer – $182,862.00
    Kimberly Maginnis – Chief of Care Services Officer – $160,646.00
    Lance Slaughter – Chief Chapter Relations and Development Officer – $152,692.00
    Michelle Keegan – Chief Development Officer – $178,744.00
    John Applegate – Association Finance Officer – $118.726.00
    David Moses – Director of Planned Giving – $112,509.00
    Carrie Munk – Chief Communications and Marketing Officer – $142,875.00
    Patrick Wildman – Director of Public Policy – $112,358.00
    Kathi Kromer – Director of State Advocacy – $110,661.00“

  19. Hallo Florian

    sehr richtig und Mutig von dir….

    ich habe das ganze auf meiner Facebook Seite kritisiert und wurde fast erschlagen….

    da bleiben einem auch keine Argumente

    ich finde deine Entscheidung absolut Richtig

  20. Deine Meinung respektiere ich, allerdings ist mir jeder Tierversuch recht wenn die Chance besteht die Leiden eines Betroffenen zu lindern….aber dem in Deutschland pervertierten Tierschutz nach dem Munde zu reden kommt natürlich immer an….

  21. Danke! Ich finde es super, dass du den Hype um die schauderhafte Krankheit ALS, für die jetzt gespendet wird, was ich toll finde, hinterfragst und auch das Leid der wehrlosen Tiere in die Aufmerksamkeit rückst. Man muss halt auch sehen, dass die nahezu erfolglose Forschung für die ALS-Medikamente mit unendlichem Leid für die Tiere einhergeht. Und hier muss einfach jeder für sich die Entscheidung treffen, wie er seine Werte setzt. Selbstverständlich ist das viel schwieriger und angreifbarer, als sich Eiswasser über den Kopf zu schütten.

  22. Als aller erstes , ich finde die getroffene Entscheidung respektabel!
    Und doch ist es für mich kein Wunder, dass am Ende hier ein Lobgesang auf das verweigern der Spende gibt.
    Ich persönlich stehe aber immer noch vor dem Grundsatz: Mensch vor Tier!
    Klar werden bei der Forschung unnötig gequält und getötet, die ist ein Fakt der niemanden zu frieden machen darf und nichts desto trotz geht um eine zwar seltene, aber doch schreckliche Krankheit, bei der ich niemanden wünsche zu erkranken.

    Jeder der nominiert ist kann einen Spendengrund angeben, wie wäre es, wenn Florian Weiss , z.B. für Hilfsmittel spendet. Das tut niemanden weh und tötet keine Tiere, und vielleicht ist es sogar am Ende für Die an ALS- Erkrankten wertvoller und wichtiger somit konkrete Hilfe zu bekommen

    • Richtig. Nirgends steht, dass man an eine bestimmte ALS – Organisation spenden muss. Lass die Hilfe doch den Betroffenen zukommen anstatt die Aktion nieder zu machen.

  23. Ganz große Klasse!!!! Danke danke danke!!!! Auch ich stoße mit dieser Argumentation auf taube Ohren… Jeder schwimmt in diesem Strom mit… aber eben doch nicht jeder. Danke!

  24. Lieber Florian,

    sehr gut recherchierter Artikel deinerseits, gut gemacht! Und ein herzlichen Dank für deine sinnige Schlussfolgerung und deine Standhaftigkeit dies bzgl.
    Es ist sicherlich im Moment einfacher dem Hype zu folgen, aber du hast die Möglichkeit für eine gute Sache genutzt, eine noch Bessere zu unterstützen. DANKE!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Alexandra.

  25. Hier wird Rückrat gezeigt!

    Man kann dem Mann natürlich kritisch gegenüberstehen, sollte jedoch seine Ideale nicht ignorieren.

    Es ist traurig, wenn sich jemand rechtfertigen muss, wenn er der Aufforderung nicht nachkommt. Das hat Schulhofniveau und macht die ganze Icebuckedchallange zu einer sinnlosen „Ich habs auch getan!“ Spielerei. Ein Zugzwang der zur „blinden Mitmach“- und „mit dem Strom schwimmen“-Mentalität führt.

    Hier schaut jemand über dem Tellerrand und steht für seine Ideale ein… und das soll schlecht sein? In solch einer Gesellschaft wird das Leben langfristig schwer werden.

    Sind die Tierversuche sinnlos? Ich muss ehrlich gestehen, dass mir nicht genügend Informationen zur Verfügung stehen um darüber zu urteilen aber darum geht es hier auch nicht. Es geht darum, dass auch ein „Nein“ toleriert werden soll und muss.

    • Interessante Sicht, die mich, obwohl ich mich heute, nach wie vor überzeugt, nass gemacht habe, auch nicht kalt lässt.

      Aber auch Alternativen zu Tierversuchen, so es die, wie sie schreiben, gibt, Kosten Geld, das einfach nicht bereit gestellt wird und über Spenden gesammelt werden muss.
      Denn, völlig korrekt, es stehen nur geschäftliche Interessen dahinter und an beispielsweise 6000 Erkrankten in Deutschland, die sowieso zeitnah ins Gras beißen ist eben nichts zu verdienen.

      Ganz schön pervers – aus jeder Sicht!

      Ich habe mich nass gemacht, um Solidarität zu bekunden und mitzuhelfen eine vielschichtige Debatte loszutreten, die hoffentlich über Eiswürfel hinaus geht und den Menschen, gerne aber auch den Tieren hilft.

      • Auch darüber darf nachgedacht werden, aber Möglichkeiten zu helfen gibt es viele. Was ist mir Kinderhospitzen?
        Oder Kindern die in kriegen zwar ihr Leben behalten aber ansonsten alles verlieren, samt ihrer würde?

  26. Gegen Tierversuche sein sich aber Impfen lassen, Insulin spritzen, Medikamente nehmen, usw. ! Leute informiert Euch! In der Zeit in der man den obenstehenden Text schreibt hätte man sich auch n Eimer Wasser über den Kopf schütten und Spenden können. Einfach mal nicht immer nur Weinen weil alles soooo schlimm ist! Dann spendet halt woanders hin.

  27. Ich teile deine Einstellung zu 100%. Danke! Und mutig ist das bei einem so heiklen Thema. Oft kommen ja so Gegenargumente wie: Wenn es dich betreffen würde, oder deine Eltern, dein Kind..dann wäre es dir egal, wie ein Medikament gefunden wird, Hauptsache es wird gefunden. Und genau das passiert hier eben nicht. Vielleicht würde es viel bessere Erkenntnisse geben, wenn man sich endlich von der Praxis, Tiere zur Erkenntnisgewinnung zu nutzen, löst. Aber die meisten finden ja Tierqual aus rein geschmacklichen Gründen völlig okay (Schnitzel ist lecker und so). Bei Arztneimitteln wird es dann noch sensibler. Das Thema gewinnt in solchen Diskussionen schnell die Dimension: Menschenleben ist doch mehr wert als das eines Tiers. Wie auch immer man diese Frage beantworten möchte, ist es in diesem Fall augenscheinlich unverhältnismäßig, Tiere über Jahrzehnte so zu quälen für diesen ernüchternden Output. Ich wünschte, mehr Menschen würden kritisch reflektieren, was wir den Tieren sinnlos antun.

  28. Super Florian, ich kenne Dich, als Dauerhörer von Antenne Bayern und ziehe meinen
    imaginären Hut vor Dir. Danke für Deine Ausführungen. Voll aus meinem Herzen gesprochen!!

  29. Mit einer Spende ob nun aktuell ALS, oder AIDS legalisiert und akzeptiert man Tierversuche.

  30. Lieber Florian,
    VIELEN DANK für Deine (geschriebenen) Worte!!! Ich wurde gerade nominiert und finde die Art des Aufrufs auch echt klasse, super Idee. Noch besser finde ich aber Deine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema ALS Forschung! Ich glaube, ich hätte dies nicht so deutlich hinterfragt. Darum DANKE für das „Augen Öffnen“!! BG, JAN

  31. Super Einstellung!
    Ich selbst bin seit 3 Jahren überzeugte veganerin. Arbeite mit und fuer den tierschutz. Natürlich ist es gut wenn man für eine wichtige Sache spendet nur finde ich sollte man in seiner Umgebung anfangen und nicht nur einmal spenden um sich dann besser zu fühlen. Und erstrecht nicht für etwas wo nachweislich, die forschungen nicht vorran gehen und hunderte tiere leiden muessen. Ich persöhnlich spende dann lieber für den tierschutz.

  32. ich finde es toll, dass Florian nicht einfach mit macht, sich von der ganzen Euphorie mit reisen lässt, er informiert sich über die Aktion und hinterfragt, Klasse! das in diesen Zusammenhang Tierversuche zur Testung von Medikamenten vor genommen werden, ist gegen seine persönliche Einstellung und er steht auch dazu,das heißt Rückrat haben und deshalb gibt es auch kein Eiswasser! was aber nicht bedeutet, das die Aktion grundsätzlich nicht unterstützt werden soll, sie rückt eine Krankheit ins Licht der Öfentlichkeit, es kommen viele Spenden zusammen und ich hoffe sie kommen dann auch an der richtigen Stelle an, bei den Menschen die daran erkrankt sind und Unterstützung brauchen, also Florain, alles richtig gemacht und besondere Grüße an deine tolle Hündin 🙂

  33. Super Deine Einstellung.Denke auch, das nicht die Krankheit enscheidend ist, sondern das Persönliche Bedürfnis zu helfen. Und wer das nicht will … nun gut ist dann halt so. Nichts gegen die Aktion aber ich finde, andere Krankheiten haben es vllt. mehr verdient oder zumindestens genauso.

    • Danke, dass Sie diese Worte gesprochen hab en. Es wird viel Geld eingenommen und mit diesem Geld werden Tierversuche durchgeführt. Sie werden nun Geld im Überfluß haben. Das Geld würde besser verwendet , um den Kranken Hilfsmittel zu finanzieren und Pflegekräfte.

      • Was für Hilfmittel? Die Giftspritze? Aktive Sterbehilfe? Das können wir auch ohne Geld machen.. Sry, aber für die Erkrankten, welche an ALS leiden, gibt es keine Hilfsmittel. Sie werden die Fähigkeit verlieren zu sprechen, zu laufen, zu atmen. Dann schiebt man ihnen eine Trachialkanüle in den Hals damit sie nicht sterben und muss täglich ihren Stuhlgang aus dem Enddarm räumen. Dafür können sie bis auf blinzeln nicht mehr mit der Umwelt interagieren.

        Wenn es eine Alternative zu Tierversuchen gibt – sehr gut, machen!

        • Ja, ja und jaaaaa! Und für eine solche Meinung wird man schief angeguckt, wobei doch früher die Menschen auch gestorben sind. Und zwar dann, wenn sie es mussten und nicht, wenn die Maschinen ausgeschaltet wurden. Eine derarzige Uberbevölkerun, wie wir sie derzeit miterleben, kann der Mensch doch eigentlich nicht verantworten.

  34. Du hast voll und ganz recht! Ich würde es auch nicht machen und könnte es auch nicht. Genau so gut könnte ich sagen jeder der sich einen Eimer Wasser über gießt spendet für MS Betroffene. Dann kommen die nächsten für Krebskranke usw. Es kann doch auch einfach so jeder für das spenden was er für sich richtig findet
    Ich spende auch immer für unsere Tierheime. Jeder so wie er mag. …ohne Wasser!

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